… wenn Dir Jüngere in der Bahn einen Sitzplatz anbieten

„Sie sind älter.“ – Mit diesen Worten bietet mir der junge Typ im Zug den soeben frei gewordenen Sitzplatz an. Dabei grinst er frech, so kommt es mir zumindest vor. Frech, irgendwie unverschämt – oder vielleicht einfach nur … nett?

Aus beruflichen Gründen fahre ich regelmäßig mit der Bahn von Dortmund nach Düsseldorf und zurück. Das ist in Stoßzeiten eine einzige Katastrophe, denn der RE1 ist nahezu immer proppenvoll. Die wohl meist frequentierte Bahnlinie in NRW führt quer durchs Ruhrgebiet und bringt Pendler von Bochum nach Duisburg, von Mülheim nach Essen, von Düsseldorf nach Dortmund. Wer morgens oder am späten Nachmittag in den Regionalexpress einsteigt, erlebt mit ziemlicher Sicherheit ein Fest für die Sinne. Ein schwitzender Schwarm schiebt sich durch engen Gänge. Nur mit Boxer-Qualitäten hat man eine realistische Chance auf einen Sitzplatz.

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… wenn Du Urlaub vom Urlaub brauchst (10 Fehler auf Reisen)

Wir sind ja auch selbst Schuld: Wir könnten uns zwei Wochen lang an irgendeinen Strand legen, Cocktails am Pool schlürfen und uns in der Abendsonne massieren lassen. Wir könnten den ganzen Tag Bücher lesen, uns an den Füßen spielen und die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Alles ganz entspannt. Andere Menschen nennen sowas „sich erholen“, „Kräfte tanken“, „den Akku aufladen“. Sie buchen ihre Urlaubsreise im Katalog – am besten „all inclusive“ und mit maximal einem Tagesausflug pro Woche. Bloß nicht zu viel bewegen! Am ersten Arbeitstag nach den Ferien bringen sie dann die Sonne förmlich mit ins Büro. Sie kommen gut gebräunt durch die Tür und lassen jetzt jeden Handgriff am Computer gaaaaaanz entspannt angehen. Das haben sie sich so vorgenommen, erzählen sie Dir.

Wenn ich wiederum aus dem Urlaub zurückkomme, bin ich in der Regel total k.o. und muss erstmal runterkommen. Eindrücke verarbeiten. Kräfte sammeln. Ausschlafen. Selbst wenn der Körper noch einen Rest an Energie hat: Mein Hirn ist müde und bis zum Anschlag prall gefüllt mit Input. Dazu kommt der ganze liegengebliebene Kram, der mich erst zu Hause und dann im Büro schon wieder erwartet. Die To-Do-Liste im Hinterstübchen lässt sich nach den Ferien auch nicht länger verdrängen. Spätestens nach dem ersten Arbeitstag merke ich: Ich brauche Urlaub!

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