… wenn 1LIVE im Radio nervt

„Ich liebe 1LIVE!“ – Diesen Satz hätte ich vor fünf, zehn, sogar vor zwanzig Jahren noch mit bestem Gewissen unterschrieben. Mit 1LIVE führe ich schließlich die bislang längste feste Beziehung meines Lebens. Wir hatten glückliche Jahre. Wir sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen, durch gute und schlechte Zeiten.

Ich bin jetzt aber an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr mit Dir kann, 1LIVE. Du nervst mich immer öfter, wenn Du mich weckst, wenn Du per Radio mit mir sprichst, wenn wir den Tag gemeinsam verbringen. Wir haben uns auseinander gelebt. Wir sollten uns trennen.

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Es war Liebe auf den ersten Blick, als am 1. April 1995 aus WDR 1 die neue Jugendwelle 1LIVE wurde. Ich war damals noch Schüler und vom Start weg Dauerhörer, fasziniert von diesem ungewöhnlichen Radioprogramm, das mir plötzlich so viel neuartigen Input eröffnet hat. 1LIVE war anders. Die Macher wollten jünger, frecher, frischer daherkommen. Sie haben bei mir einen Nerv und tief ins Herz getroffen.

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… wenn Du „Snapchat“ nicht verstehst

Seit einer Weile bin ich wieder vermehrt bei Facebook unterwegs – sowohl privat als auch beruflich. Wenn man die Timeline-Einstellungen ein wenig anpasst, nur relevante Seiten abonniert und vor allem nervige „Freunde“ aussortiert, kann der tägliche Blick in das Soziale Netzwerk wirklich viel Freude machen. Auch Twitter mag ich sehr gerne, zum Beispiel um mich über aktuelle Ereignisse zu informieren, lesenswerte Artikel zu entdecken oder live über TV-Sendungen zu lästern diskutieren. Wie schrieb Moderator Jan Böhmermann im März 2016 so schön: „Bei Facebook sind die Dummen. Bei Twitter sind die Schlauen. Ist so.“

Es gibt natürlich noch viele weitere Dienste: WhatsApp ist als Alternative zur kostenpflichtigen SMS schon seit einigen Jahren etabliert. Außerdem pflege ich Profile bei XING und LinkedIn, zum Beispiel um Job-Kontakte zu pflegen. Mein Google+-Profil dagegen liegt die meiste Zeit über brach. Auch Soziale Netzwerke wie Instagram, Tumblr und Pinterest habe ich mir irgendwann mal angeschaut, deren Ausrichtungen haben für mich persönlich aber keinen Mehrwert. Man muss ja auch nicht auf jeder digitalen Hochzeit tanzen.

Und dann kam „Snapchat“. Plötzlich tauchte dieser Geist mit gelbem Rahmen auf. Bemerkt habe ich ihn zuerst in Form von Profilbildern in anderen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Immer häufiger hat sich das Geister-Logo dort in die Timelines geschmuggelt. Dass hinter eine gar nicht mehr so neue Smartphone-App steckt, habe ich vermutlich als allerletzter gecheckt.

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… wenn Du die Stars und Promis der Jugend von heute nicht mehr kennst

Kürzlich war ich mit meiner lieben Kollegin Marie bei einem beruflichen Termin in Düsseldorf. Wir fahren die Strecke von Dortmund aus immer gerne mit der Bahn. Deshalb mussten wir auf dem Rückweg am späten Nachmittag auch wieder durch den Hauptbahnhof. Im Eingangsbereich gibt es eine große Buchhandlung. In der Feierabend-Zeit ist dort eigentlich immer recht viel los. Was aber an diesem besonderen Tag dort los war: Un-fass-bar!!

Von der hinterletzten Ecke der Buchhandlung einmal quer durch den gesamten Laden, an der Kasse vorbei durch die Eingangstür bis in die Eingangshalle, an den Fahrkartenautomaten entlang und unter der Anzeigetafel hindurch bis zu den ersten U-Bahn-Zugängen – und dann bestimmt noch mindestens fünfmal so lang (!) war die Menschenschlange, die sich im Düsseldorfer Hauptbahnhof gebildet hatte. Eigentlich waren es noch keine vollwertigen Menschen, sondern größtenteils pubertierende Jugendliche. Das hat uns die Rest-Babyspeck-Ansammlung in ihren Gesichtern verraten.

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