… wenn Du die Stars und Promis der Jugend von heute nicht mehr kennst

Kürzlich war ich mit meiner lieben Kollegin Marie bei einem beruflichen Termin in Düsseldorf. Wir fahren die Strecke von Dortmund aus immer gerne mit der Bahn. Deshalb mussten wir auf dem Rückweg am späten Nachmittag auch wieder durch den Hauptbahnhof. Im Eingangsbereich gibt es eine große Buchhandlung. In der Feierabend-Zeit ist dort eigentlich immer recht viel los. Was aber an diesem besonderen Tag dort los war: Un-fass-bar!!

Von der hinterletzten Ecke der Buchhandlung einmal quer durch den gesamten Laden, an der Kasse vorbei durch die Eingangstür bis in die Eingangshalle, an den Fahrkartenautomaten entlang und unter der Anzeigetafel hindurch bis zu den ersten U-Bahn-Zugängen – und dann bestimmt noch mindestens fünfmal so lang (!) war die Menschenschlange, die sich im Düsseldorfer Hauptbahnhof gebildet hatte. Eigentlich waren es noch keine vollwertigen Menschen, sondern größtenteils pubertierende Jugendliche. Das hat uns die Rest-Babyspeck-Ansammlung in ihren Gesichtern verraten.

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… wenn Du laute Musik nicht mehr erträgst

„Bumm, bumm … bumm, bumm … bumm, bumm …“ – Seit ein paar Monaten lebt in der Wohnung unter mir eine junge Frau. Sie hat sich seit ihrem Einzug nie persönlich vorgestellt. Sie hat mich auch nicht zu einer Einweihungsparty eingeladen. Ich habe ihr zur Begrüßung aber auch keinen Kuchen vorbeigebracht. Wir sind hier ja auch nicht bei den „Desperate Housewives“, sondern in einem anonymen Mietshaus mitten in der Großstadt Dortmund.

Morgens im Hausflur grüßt die junge Frau jedenfalls sehr nett. Ich sehe sie nur selten, vielleicht einmal im Monat. Dass sie zu Hause ist, erkenne ich meist an den stylishen Turnschuhen, die sie auf der Fußmatte vor ihrer Wohnungstür abstellt. Und neuerdings auch immer öfter am lauten „bumm, bumm … bumm, bumm … bumm, bumm …“.

Ich kann ihr keinen ganz schlechten Musikgeschmack unterstellen. Sie hört eine Mischung aus aktuellen Chart-Hits und massentauglichen House-Beats. Manchmal rutscht auch ein lässiger Hip-Hop-Track dazwischen. Die Songs erahne ich in der Regel nur dank der Bässe. Und am Rhythmus, in dem mein Schreibtisch und mein Regal wegen der Bässe scheppern. Die junge Frau dreht die Musik meist so laut auf, dass meine komplette Wohnzimmer-Einrichtung munter vibriert. Auch die Wände und der Fußboden erwachen zum Leben. Selbst wenn ich den Fernseher einschalte oder selbst Musik höre, übertönen ihre Beats alles: „Bumm, bumm … bumm, bumm … bumm, bumm …“

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… wenn Du einen Blog übers Älterwerden schreibst

Das Thema „Älterwerden“ hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten bei mir eingeschlichen – nicht nur in meine eigene Gedankenwelt, auch in mein persönliches Umfeld. Vor allem in Gesprächen mit Freunden und Arbeitskollegen mehren sich die Anzeichen dafür, dass es nicht nur mir so geht. Das fortschreitende Alter macht sich offenbar bei vielen bemerkbar. Mal mehr, mal weniger subtil. Manchmal auch mit dem Holzhammer.

Plötzlich häufen sich die „Wehwehchen“, der Körper verändert sich, die Zeit rast immer schneller, und man schwelgt in Erinnerungen an früher, die „gute alte Zeit“, in der das Leben einfacher, intensiver und oft auch lustiger gewesen sein soll. Gleichzeitig hat man tatsächlich immer öfter das Gefühl, dass man nicht mehr so nah dran ist am „Puls der Zeit“. Dass man die „Jugend von heute“ immer weniger versteht. Dass man sich von den fragwürdigen Werten der jüngeren Generation klar distanziert und sich gleichzeitig dabei ertappt, immer konservativer zu denken. Dass man – kurz gesagt – alt wird.

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