… wenn Achterbahnfahren zur körperlichen Belastung wird

Auf die schnellste Achterbahn der Welt habe ich mich wochenlang gefreut! Sie heißt „Formula Rossa“ und ist die Hauptattraktion im Freizeitpark Ferrari World in Abu Dhabi. Wer sich hier mit 240 (!) km/h über die Schienen schießen lässt, muss sogar eine Schutzbrille tragen.

Eingang zur Achterbahn Formula Rossa in Ferrari World, Abu Dhabi

„Pflichtprogramm für jeden Achterbahn-Fan“, denke ich mir und schlängele mich an den üblichen Warnhinweisen vorbei: „Nicht für Schwangere“, „nicht bei Herzproblemen“, diese typischen Sicherheits-Piktogramme halt. Kurz vorm Start dreht sich ein junges Mädel im Sitz vor mir um, schaut mich an und sagt: „You’ll see: It’s really awesome!“

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Dann der Abschuss – von 0 auf 240 in nicht mal 5 Sekunden! Der Fahrtwind ist so krass, dass ich keine Luft mehr bekomme. Ich werde durchgeschüttelt und schaffe es in dieser Extrem-Situation nicht, entspannt zu atmen. Ich kann die Fahrt nicht stoppen, fühle mich ausgeliefert und bekomme Panik. Mein ganzer Körper verkrampft. Ich schließe die Augen und hoffe, dass ich nicht ohnmächtig werde. Es soll einfach nur aufhören. Einfach nur aufhören. Das ist die mit Abstand schlimmste Achterbahn-Fahrt meines Lebens!

Achterbahn Formula Rossa im Freizeitpark Ferrari World in Abu Dhabi
Die schnellste Achterbahn der Welt: „Formula Rossa“ im Freizeitpark „Ferrari World“ in Abu Dhabi

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… wenn Du Bücher übers Älterwerden liest (mit Lese-Tipps!)

„Lasst uns gemeinsam alt werden!“ – So lautet das Motto, das ich bereits in meinem ersten Blog-Artikel ausgerufen habe. Gemeinsam ist es erfahrungsgemäß viel lustiger. Außerdem ist es doch auch ganz schön zu wissen, dass man mit seinen Erfahrungen und Gefühlen nicht allein auf der Welt ist, oder?

Wer gerne liest, findet in Buchhandlungen und Bibliotheken unzählige Bücher und Publikationen rund ums Älterwerden. Viele davon kommen als psychologische Ratgeber daher, einige begegnen dem Thema mit Witz und Satire. Vor allem alternde Promis aus Film, Funk und Fernsehen scheinen auf ihrer Zielgeraden noch einmal übers Älterwerden philosophieren zu wollen – gerne auch getarnt als Biografie.

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Die Titel sprechen Bände: TV-Moderator Thomas Gottschalk blickt „Herbstblond“ auf seine Lebenserfahrungen zurück. Moderatorin Christine Westermann behauptet: „Da geht noch was: Mit 65 in die Kurve“. Entertainer Ilja Richter weiß: „Du kannst nicht immer 60 sein: Mit einem Lächeln älter werden“. Schauspielerin Ruth Maria Kubitschek dagegen möchte einfach nur „Anmutig älter werden“. Ob Frauen im besten Alter sich wohl über so ein Buch als Geburtstagsgeschenk freuen? Sie werden es sicher anmutig entgegennehmen …

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… wenn Du „Snapchat“ nicht verstehst

Seit einer Weile bin ich wieder vermehrt bei Facebook unterwegs – sowohl privat als auch beruflich. Wenn man die Timeline-Einstellungen ein wenig anpasst, nur relevante Seiten abonniert und vor allem nervige „Freunde“ aussortiert, kann der tägliche Blick in das Soziale Netzwerk wirklich viel Freude machen. Auch Twitter mag ich sehr gerne, zum Beispiel um mich über aktuelle Ereignisse zu informieren, lesenswerte Artikel zu entdecken oder live über TV-Sendungen zu lästern diskutieren. Wie schrieb Moderator Jan Böhmermann im März 2016 so schön: „Bei Facebook sind die Dummen. Bei Twitter sind die Schlauen. Ist so.“

Es gibt natürlich noch viele weitere Dienste: WhatsApp ist als Alternative zur kostenpflichtigen SMS schon seit einigen Jahren etabliert. Außerdem pflege ich Profile bei XING und LinkedIn, zum Beispiel um Job-Kontakte zu pflegen. Mein Google+-Profil dagegen liegt die meiste Zeit über brach. Auch Soziale Netzwerke wie Instagram, Tumblr und Pinterest habe ich mir irgendwann mal angeschaut, deren Ausrichtungen haben für mich persönlich aber keinen Mehrwert. Man muss ja auch nicht auf jeder digitalen Hochzeit tanzen.

Und dann kam „Snapchat“. Plötzlich tauchte dieser Geist mit gelbem Rahmen auf. Bemerkt habe ich ihn zuerst in Form von Profilbildern in anderen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Immer häufiger hat sich das Geister-Logo dort in die Timelines geschmuggelt. Dass hinter eine gar nicht mehr so neue Smartphone-App steckt, habe ich vermutlich als allerletzter gecheckt.

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… wenn Dir Haare in und aus den Ohren wachsen

Seit einigen Monaten habe ich auf meinem Schreibtisch zu Hause ein zusätzliches Utensil, das ich regelmäßig nutze – aber nicht für klassische Büroarbeit: Meine Pinzette liegt mittlerweile immer griffbereit und muss sofort ran, wenn ich mit der Fingerkuppe wieder eine nachwachsende Borste spüre, die in oder an meiner Ohrmuschel sprießt. Mein Bekenntnis: Ich zupfe Ohrenhaare!

Wenn Männer älter werden, dann fallen ihnen ja oft die Haare auf dem Kopf aus. Damit kann man sich irgendwann abfinden. Manche Kerle gewinnen sogar optisch, wenn sie sich selbstbewusst den verbleibenden Kranz abrasieren und zur Glatze bekennen. Dass im Alter aber oft auch neue Haare dazukommen – und zwar an den unmöglichsten Stellen – ist wirklich kein Grund zur Freude. Seit zwei, drei Jahren geht’s nun auch bei mir los: Vor allem die sichtbaren und spürbaren Härchen im und am Ohr nehmen zu. Die meisten davon fühlen sich noch wie Flaum an, aber einige Stoppeln werden bereits dunkler und dicker.

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… wenn Du die Stars und Promis der Jugend von heute nicht mehr kennst

Kürzlich war ich mit meiner lieben Kollegin Marie bei einem beruflichen Termin in Düsseldorf. Wir fahren die Strecke von Dortmund aus immer gerne mit der Bahn. Deshalb mussten wir auf dem Rückweg am späten Nachmittag auch wieder durch den Hauptbahnhof. Im Eingangsbereich gibt es eine große Buchhandlung. In der Feierabend-Zeit ist dort eigentlich immer recht viel los. Was aber an diesem besonderen Tag dort los war: Un-fass-bar!!

Von der hinterletzten Ecke der Buchhandlung einmal quer durch den gesamten Laden, an der Kasse vorbei durch die Eingangstür bis in die Eingangshalle, an den Fahrkartenautomaten entlang und unter der Anzeigetafel hindurch bis zu den ersten U-Bahn-Zugängen – und dann bestimmt noch mindestens fünfmal so lang (!) war die Menschenschlange, die sich im Düsseldorfer Hauptbahnhof gebildet hatte. Eigentlich waren es noch keine vollwertigen Menschen, sondern größtenteils pubertierende Jugendliche. Das hat uns die Rest-Babyspeck-Ansammlung in ihren Gesichtern verraten.

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