… wenn Du „Rücken“ hast (Hexenschuss-Special)

Rückenschmerzen - Symbolbild

Ich kann mich nicht bücken. Langsam neige ich den Oberkörper nach vorne, komme aber nicht weit. Die Schmerzen sind einfach zu heftig. Eine Hexe hat mich angeschossen – und getroffen. Ich glaube, ich werde heute den kompletten Tag im Stehen verbringen. Jetzt weiß ich jedenfalls, wie Horst Schlämmer sich fühlt, wenn er leidend betont: „Isch hab‘ Rücken!“.

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Ich bin schon mit Rückenschmerzen in den Tag gestartet. Nach dem Aufstehen haben sie sich bemerkbar gemacht. Nach der morgendlichen Dusche waren die Schmerzen dann noch größer. Als ich mir die Schuhe im Stehen zubinden wollte, bin ich endgültig gescheitert.

Woher die Rückenschmerzen kommen, weiß ich nicht. Ich habe nicht schwer gehoben und auch keinerlei Sport gemacht. (Letzteres kann ich definitiv ausschließen!) Vielleicht habe ich in der Nacht „falsch gelegen“. Vielleicht war mein Rücken nicht richtig zugedeckt und hat zu viel Herbstkälte abbekommen. Vielleicht ist es aber auch die längst überfällige Strafe für einen passionierten Bewegungs-Muffel wie mich.

Kopfarbeiter am Schreibtisch

Als „Kopfarbeiter“ sitze ich eben viel und gerne am Schreibtisch – sowohl im Büro als auch zu Hause. Morgens gehe ich zur S-Bahn-Haltestelle, auf der Arbeit gehe ich mal über den Flur, abends gehe ich ab und zu zum Kühlschrank. Würde ich meine Runtastic-Strecken bei Facebook teilen, würdet Ihr Euch über die Punkte auf der Karte wundern. Dass ausgerechnet ich jetzt mit Rückenschmerzen bestraft werde, halte ich echt für unfair: Wer seinen Körper so gut schont wie ich, dürfte doch nicht solche Verschleiß-Erscheinungen bekommen, oder?

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Sport-Übungen für den Rücken könnten helfen, sagt ein Arbeitskollege. Wärme soll helfen, sagt ein Bekannter. Mit heißem Kirschkernkissen im Rücken sitze ich jetzt also am Computer, schreibe diesen Blog-Artikel und beginne zu recherchieren: Mehr als 4 Millionen Ergebnisse findet Google, wenn man das Wort „Rückenschmerzen“ eingibt. Die Begriffe „Hexenschuss“ und „Ischias“ tauchen in Verbindung mit den Suchtreffern ebenfalls auf. Die „Apotheken-Umschau“ und der „NetDoktor“ informieren eifrig über das sogenannte Volksleiden und geben Tipps zur Vorbeuge. Das sei auch in meinem Alter schon wichtig, schreiben sie. Aber kluge Ratschläge helfen mir jetzt leider nicht weiter: Ohne Rückenschmerzen würde ich das Wort „Rückenschmerzen“ ja schließlich nicht googlen, oder?!

Gute Vorsätze für einen gesunden Rücken

Klar, ich könnte vorbeugen und mir selbst den Rücken stärken. Ich könnte mich fürs Fitnessstudio oder für Rückengymnastik anmelden. Ich könnte joggen oder schwimmen gehen. Ich könnte in der Mittagspause spazieren gehen und grundsätzlich nur noch Treppen statt Rolltreppen nutzen. Während ich die Artikel im Internet überfliege, fallen mir viele tolle Vorsätze und Aktivitäten für einen gesunden Rücken ein, die ich jetzt, hier und sofort hochmotiviert angehen würde. Leider geht das gerade nicht. Ich hab‘ ja Rücken!

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Ich entscheide mich also dafür, die Rückenschmerzen einfach zu ignorieren. Irgendwann haben sie bestimmt keine Lust mehr, mich zu ärgern. Irgendwann werden sie sicher verschwinden und sich ein neues Opfer suchen. Bis dahin fasse ich mich kurz. Ein schlauer Abschlusssatz mit „den Rücken stärken„, „den Rücken freihalten“ oder „in den Rücken fallen“ fällt mir hier vor lauter Schmerzen heute eh nicht mehr ein. 😉

Was macht Ihr bei Rückenschmerzen? Ich freue mich über Eure Erste-Hilfe-Tipps in den Kommentaren unter diesem Artikel!

4 Gedanken zu „… wenn Du „Rücken“ hast (Hexenschuss-Special)“

  1. Jünger werden. Ist doch logisch, oder?
    Falls das nicht klappt, langfristig half bei mir:

    Meine Rückenschmerzen gingen um etwa ein Drittel zurück, als ich beim Schlafen von der Bauchlage in die Rückenlage wechselte. (es dauerte seine Zeit diese Gewohnheit zu wechseln. Sie ist zäh)
    Ein weiteres Drittel durch Krankengymnastik.
    Aber auch das entwickelte sich zäher als gedacht. Die ersten beiden Krangengymnasten verpassten mir 0815-Übungen, die kaum etwas bewirkten. Erst die 3. Krankengymnastin hatte einen guten Blick für mein spezielles Problem und gab mir die entsprechenden Übungen.
    Dem letzten Drittel komme ich nicht bei. An stressfreien Tagen kann es besser sein oder auch nicht.
    Was die erste Hilfe angeht, schließe ich mich Tine an.

    Gute Besserung!

    1. Jünger werden? Darauf bin ich tatsächlich noch nicht gekommen … 😉
      Ich schlafe meist auf dem Rücken oder auf der Seite. Ich hoffe ja auch, dass mein aktueller „Hexenschuss“ nur ein temporäres Problem ist – und in zwei, drei Tagen hoffentlich verschwunden. Vielen Dank für Deinen Kommentar!

... und Deine Meinung?