… wenn Du einen Blog übers Älterwerden schreibst

Mann mit Glatze guckt über den Bildrand

Das Thema „Älterwerden“ hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten bei mir eingeschlichen – nicht nur in meine eigene Gedankenwelt, auch in mein persönliches Umfeld. Vor allem in Gesprächen mit Freunden und Arbeitskollegen mehren sich die Anzeichen dafür, dass es nicht nur mir so geht. Das fortschreitende Alter macht sich offenbar bei vielen bemerkbar. Mal mehr, mal weniger subtil. Manchmal auch mit dem Holzhammer.

Plötzlich häufen sich die „Wehwehchen“, der Körper verändert sich, die Zeit rast immer schneller, und man schwelgt in Erinnerungen an früher, die „gute alte Zeit“, in der das Leben einfacher, intensiver und oft auch lustiger gewesen sein soll. Gleichzeitig hat man tatsächlich immer öfter das Gefühl, dass man nicht mehr so nah dran ist am „Puls der Zeit“. Dass man die „Jugend von heute“ immer weniger versteht. Dass man sich von den fragwürdigen Werten der jüngeren Generation klar distanziert und sich gleichzeitig dabei ertappt, immer konservativer zu denken. Dass man – kurz gesagt – alt wird.

Das „richtige Leben“ holt uns ein

Mit Anfang 20 ist man der vollen Überzeugung, dass man das Leben verstanden hat. Dass man erwachsen ist. Dass man weiß, wie der Hase läuft. Ich war nicht anders und gebe es nur zähneknirschend zu. Mit den darauffolgenden Jahren verändert sich der Blick auf die Welt immer wieder: Was ich mit Anfang 20 noch spannend fand und was mir wichtig war, was ich mir an persönlichen Werten zurechtgelegt hatte, was mich und meine Lebenswelt ausgemacht hat, ist längst unbedeutend und langweilig geworden. Andere Themen und Fragen spielen jetzt eine größere Rolle. Das „richtige Leben“ holt uns ein.

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„Alt“ ist natürlich ein ganz schrecklich relativer Begriff. Ich bin nicht mal 40 und aus der Sicht von Kindern sicher schon steinalt. Senioren sprechen mich dagegen immer noch mit „junger Mann“ an und machen mir Komplimente fürs angeblich so jugendliche Erscheinungsbild, obwohl mein Haar grauer und mein Rücken krummer wird. Alles eine Frage der Perspektive – auch der eigenen. Der Prozess des Älterwerdens ist jedenfalls in vollem Gange, und meines Wissens kann man ihn auch nicht stoppen. Tatsächlich sehe ich darin mittlerweile auch eine große Chance und gewinne Spaß daran, das Älterwerden bewusst zu erleben, die Veränderungen aktiv zu spüren und mit Neugierde zu beobachten, die eigene Wahrnehmung auf den Prüfstand zu stellen.

Lasst uns gemeinsam alt werden!

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen zu esoterisch. Keine Sorge: In diesem Blog möchte ich ab sofort einfach nur meine Beobachtungen, Erfahrungen und Gedanken rund ums Älterwerden mit Euch teilen. Vielleicht bringt Euch der ein oder andere Artikel zum Lachen, vielleicht ist auch mal Platz für Wehmut und nostalgische Erinnerungen. In jedem Fall freue ich mich immer auch über Eure Kommentare, Ideen und Erfahrungsberichte.

In diesem Sinne: Lasst uns gemeinsam alt werden! 😉

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